Orthopädie

Was ist die Orthopädie? Die Orthopädie ist ein Bereich der Medizin in der es darum geht den Menschlichen Körper an den Knochen  zu heilen. Vor allem beschäftigt sie sich mit Fehlbildungen und Erkrankungen. Geprägt wurde der Begriff im 18. Jahrhundert von Nicolas Andry de Boisregard, einem sehr neugierigen Pariser Kinderarzt. Er verglich den „Orthopäden“ mit dem Gärtner, der ein krummes Bäumchen an einen kräftigen Pfahl anschlingt. Seither ist diese Allegorie das Standessignum und somit der Leitfaden aller orthopädischen Fachgesellschaften.

Damals war das Ziel der Orthopädie hauptsächlich die Behandlung von Kriegsverletzungen. Degeneration betrifft hauptsächlich die Gelenke und Weichteile und hat große volkswirtschaftliche Bedeutung. Was „Verschleiß“ eigentlich ist und wen er weshalb befällt, weiß niemand. Deshalb wird in den meisten Fällen als idiopathisch etikettiert, dürften die Verschleiß Erkrankungen auch zu großem Teil genetisch mitbestimmt sein. Fassbare Gründe sind zum Beispiel Trauma und Dysplasie. So sind die Hüftdysplasie, Fehlstellungen der Beine und gelenknahe Knochenbrüche präarthrotische Deformitäten.

Fehlbildungen bedeuten in den meisten Fällen Mangelverwaltung. Der sog. Contergan-Skandal wurde leider zur traurigen Herausforderung der Orthopädie. Die Handfehlbildungen gaben operative Impulse. Milden Formen proximaler Femurdefekte (Coxa vara) lässt sich manchmal mit Valgisierungsosteotomien, im Erwachsenenalter mit Endoprothesen beikommen. Die Osteogenesis imperfecta kann langstreckige (Femur-) Stabilisierungen mit homologer nötig machen. Nicht ganz selten ist hingegen die allseits bekannte Fibulare Hemimelie, die eine Zeit von jahrzehntelange Betreuung verlangt.

Die (nichteitrige) Arthritis ist eine Domäne der operativen Orthopädie und orthopädischen Handchirurgie. Der mutilierenden Polyarthritis, schon wieder so ein un aus sprächliches Fremdwort, kann mit Synovialektomien, Arthrodesen, Arthroplastiken und Radiosynoviorthesen begegnet werden, früher oder später werden aber Endoprothesen nötig. Die Orthopädie ist der Chiropraktik sehr ähnlich auch wenn es kleine Unterschiede hinsichtlich der Tätigkeiten gibt. Möglich sind sie auch am Metacarpophalangeal Gelenk (und am Daumensattelgelenk). In allen Fällen muss mit sehr spezialisierten Internisten und Ergotherapeuten einvernehmlich zusammengearbeitet werden. In Deutschland gibt es nur wenige operative Rheumakliniken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *